KIA-Studium: Technische Informatik

Wie meinem Lebenslauf zu entnehmen ist, studiere ich seit September 2015 etwas, dass sich “KIA – Technische Informatik” schimpft. Freunde und Bekannte nicken dann bekennend und sagen Dinge wie “Aha” oder “Okay”.

Doch was kann mich sich unter diesem Studium überhaupt vorstellen?
In den folgenden Zeilen möchte ich einen groben Überblick über das “Wo”, “Wann”, und “Wieso” meines Studiums geben. Im Anschluss befindet sich ein Notenspiegel – Es kann bald auf die einzelnen Fächer geklickt werden, um nähere Informationen zu diesen zu bekommen. 

Die Hochschule Bochum bietet neben den Vollzeitstudiengängen auch einige Fächer in der Kategorie KIA oder KIS an. Dabei steht KIA für Kooperative IngenieursAusbildung und KIS für Kooperatives IngenieursStudium. Beide Studienformen finden am Campus Velbert/Heiligenhaus ihr Zuhause, dementsprechend ist dies auch für mich der Ort der Lehre.

Man kann nur dann ein KIA-Studium bestreiten, wenn man auch gleichzeitig eine vollwertige Ausbildung bei der IHK macht. In diesem Fall waren das für mich 2,5 Jahre bei der BMW Niederlassung Düsseldorf. Näheres dazu gibt es hier. Nebenbei zur Ausbildung wird in neun Semestern Regelstudienzeit ein “Bachelor of Engineering” im Fach “Technische Informatik” abgeschlossen. Dabei haben die Semester während der Ausbildungszeit ein gemäßigtes Tempo, damit die duale Belastung in einem humanen Rahmen bleibt. Das System ist ähnlich zur Berufsschule: es fallen drei Tage Arbeit und zwei Tage Studium in der Woche während des Semesters an. In der vorlesungsfreien Zeit wird die Arbeitszeit dann auf eine normale Berufswoche gestreckt, zudem fallen in dieser Zeit die Hochschul- und IHK-Prüfungen an.

Wieso habe ich mich für diesen Weg entschieden?
Der Mix aus Ingenieur, Entwickler und Kaufmann macht mich zu einem guten Allrounder. Ich lerne die Möglichkeiten und Beschränkungen eines Ingenieurs kennen, die ein regulärer Kaufmann im Alltag nicht erkennen oder nachvollziehen kann. Zudem kann ich auch eine wirtschaftliche Seite an Projekten sehen und verstehen. Mein Studiengang bietet einen breit gefächerten Einstieg und gute Vertiefungsmöglichkeiten in den Bereichen der Informatik: von der hardwarenahen Programmierung mit Assembler bis hin zur Value-Function im Machine-Learning ist alles dabei.

Notenspiegel:

FachNotePraktikum
Basisstudium 12,4
Lineare Algebra1,3BE
Analysis 12,3BE
Analysis 23,0BE
Grundlagen der Informatik1,7NV
Objektorientierte Softwareentwicklung2,0BE
Physik 12,7NV
Elektrotechnik 13,7NV
Basisstudium 22,0
Netzwerktechnik1,3BE
Elektrotechnik 24,0BE
Werkstoffe der Elektrotechnik2,0NV
Rechnertechnik1,3BE
CAE für Informatiker1,0
Softskills: Wissenschaftliches Schreiben & EnglischBENV
Projektmanagement1,3NV
BWL für Ingenieure und Informatiker1,0NV
Hardwarenahe Programmierung1,0BE
Eingebettete Systeme1,0BE
Elektronische Bauelemente und Schaltungen4,0BE
Systemanalyse und Simulation2,7BE
Grundlagen der Regelungstechnik4,0BE
Grundlagen der Robotik2,0BE
Grundlagen der Automatisierung1,0BE
Softwaretechnik 11,7BE
Maschinelles Lernen und Data Mining3,3BE
Vertiefung Simulation1,7NV
Basisstudium 31,7
Softwaretechnik 23,0BE
Industrielle IT1,3NV
Intelligente Netze1,3BE
Algorithmen und Datenstrukturen in C/C++1,0BE
Automatisierungstechnik 21,0NV
Software-Entwicklungsprojekt2,0NV
Bachelorarbeit inklusive Kolloquium
PraxisphaseBENV
Gesamt2,0
Legende:
NV – Nicht vorhanden; BE – Bestanden
Bei den Praktika gibt es grundsätzlich keine Notenvergabe, nur ein Bestehen.