Wie Fliegen

Eigenproduktion, Theatergruppe am Goethe EF-Q2, Goethe-Gymnasium / 2014

„Wir waren ruhig, hockten in den alten Autos, drehten am Radio und suchten die Straße nach Süden.“ –WOLF VON WONDRASCHEK

 

Das Tragische an der Geschichte ist nur, dass sie fast alle im Wartezimmer eines Krankenhauses aufeinanderprallen. Es ist, als hätten sie sich finden müssen. Und so wollen einige von ihnen eine Reise nach Süden antreten. Was Süden ist und wie man ihr Süden findet, das wissen sie nicht so recht. Eines ist ihnen klar: Wenn sie nicht aufbrechen, werden sie Süden niemals finden. Ihre Sehnsüchte und Ängste treiben sie gleichermaßen an und ihre größte Aufgabe scheint das Loslassen zu sein.

Zu Beginn der Arbeit in diesem Schuljahr stand das Zitat „Fehlender Hunger ist ein Drama, mit dem sich noch nie jemand wirklich beschäftigt hat“ – so stellte sich die Gruppe die Frage, wie es zu dem Phänomen der Hungerlosigkeit, die gleichzusetzen ist mit einer Antriebslosigkeit ausgelöst durch Übersättigung, kommen kann. Daraus ergab sich der Wunsch ein Stück zu kreieren, das den Mut zum Aufbruch in den Vordergrund stellt. Auch für die Gruppe junger Spieler, die sich im letzten halben Jahr neu gefunden hat, ist das Abenteuer Theater ein Aufbruch in eine für sie noch neue uns unbekannte Welt, dem sie sich mit großen Engagement und ebenso großer Leidenschaft stellen.

Die Menschen, die sich in der diesjährigen Oberstufenproduktion der Theatergruppe am Goethe begegnen, warten alle auf etwas – eine Nachricht, eine Entscheidung, einen Aufbruch, auf den Tod oder einfach auf den Nächsten, der durch die Tür kommt…

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Von und mit:

Julietta Bandel, Franziska Dickerhoff, Hamza Elkadaoui, Lara Kebeck, Brian Liegmann, Philip Maas, Brian Orthmann, Jakob Sappler, Carolina Schesler, Alexandra Schlycht, Jenny Witzel

Spielleitung:

Nele Seißer, Sinje Sybert

Technik:

Leitung Dominik Borner, Stefan Heitz, Fabian Bäthe, Luca Krautkrämer, Hannes Becker, Denise Schmitz, Damjan Stojkowski

Klavier:

Anton Hipp

Besondere Mitarbeit:

Philip Maas

Fotos vom Stück:

Irina Schmitz

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